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Veröffentlicht vor 5 Jahre, 8 Monate

Knigge ein alter Zopf? Heute aktueller denn je!

Es war Adolph Freiherr von Knigge (1752 – 1796), der mit seinem im Jahr 1788 erschienenen Werk «Über den Umgang mit Menschen» die Grundlagen für gutes Benehmen in Beruf und Privatleben als Erster schriftlich niederlegte. Sein Wissen über ethisch und sozial angemessenes Verhalten sollte damit Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten zugänglich gemacht werden und nicht länger auf den Adel beschränkt bleiben. Seitdem steht sein Name für gepflegte Umgangsformen, für höfliches und taktvolles Verhalten.

Seit einigen Jahren gehört es wieder zum guten Ton, auf höfliches Benehmen zu achten. Allerdings wird häufig bemängelt, dass es mit unseren Umgangsformen nicht allzu gut stehe. Die Wirtschaft beklagt sich über schlechte Manieren von Berufseinsteigern, egal ob Akademiker oder Auszubildende. So mancher Bewerber brüskiert seinen möglichen Arbeitgeber durch unpassende Kleidung und ungehobeltes Auftreten schon beim Vorstellungsgespräch und wird prompt abgelehnt. Schon gibt es Überlegungen, das Fach Umgangsformen an Schulen einzuführen. Private Anbieter von Knigge-Kursen schiessen wie Pilze aus dem Boden, weil die Nachfrage grösser ist als das Angebot.

Wer sich bei Umgangsformen auskennt, gewinnt Sympathiepunkte

Sich heutzutage mit den modernen Umgangsformen nicht auszukennen ist keine Entschuldigung mehr. Vorbei sind die Zeiten, in denen Etikette nur für Bewerbungsgespräche oder diplomatische Persönlichkeiten wichtig war. Während es früher nur eine elitäre Gruppe war, die bei Stil- und Etikette-Fragen Bescheid wusste, ist heute die Anzahl derjenigen, die sich auskennen (und damit auch derjenigen, die die Fettnäpfchen der anderen erkennen), dramatisch gestiegen und das Verhältnis hat sich umgekehrt: Mehr und mehr sind die Nicht-Kenner in der Unterzahl.

Etikette ist eine Sprache: Entweder man beherrscht sie - oder eben nicht

Es ist nicht wirklich schlimm, wenn Sie die Regeln nicht beherrschen. Sie müssen dann allerdings mit den Konsequenzen leben können. Die Kenntnis der «Etikette-Sprache» wird in unserer Gesellschaft mittlerweile so gut wie vorausgesetzt, in vielen Berufen bereits zu 100 Prozent! Im Privatleben gelten Knigge-Kenntnisse und gute Umgangsformen nicht mehr nur als «nett», sondern gehören immer mehr zum guten Ton.

Tipp

Denken Sie daran, dass Ihre Manieren immer eine Art Visitenkarte für Sie selbst (und für Ihr Unternehmen) sind. Wer sich zu benehmen versteht und stets höflich und zuvorkommend ist, macht auf andere Menschen einen guten Eindruck, erweckt Sympathie und wirkt kompetenter. Ein potentieller Geschäftspartner (auch zukünftiger Arbeitgeber) wird also mit einem Menschen mit guten Umgangsformen lieber Geschäfte machen als mit einem Rüpel. Gute Manieren können Ihnen also zu beruflichem Erfolg verhelfen.