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Veröffentlicht vor 3 Jahre, 3 Monate

e-Etikette im Social Network

Soziale Netzwerke wachsen rasant und sind zum wichtigen Bestandteil unseres Lebens geworden. Wir nutzen sie täglich, doch sind wir uns oft zu wenig bewusst, welchen Eindruck wir im Word Wide Web hinterlassen. Dabei sind die Regeln sehr einfach: Was offline gilt, gilt auch online. Anstand, Moral und Ethik haben auch im Netz ihre Gültigkeit und sollten immer beachtet werden.

Social-Media-Plattformen wie Facebook, XING, LinkedIn, Goolge+ und Twitter sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Besonders der Netzwerk-Gigant Facebook erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Weltweit sind auf dieser Plattform bereits über eine Milliarde Menschen registriert und nehmen Anteil am virtuellen Leben der Anderen. Auch in der Schweiz ist Facebook beliebt: 2.98 Millionen User (Stand September 2012) nutzen hierzulande das Netzwerk bereits regelmässig, teilen Urlaubsfotos, chatten mit Freunden im In- und Ausland und spüren alte Schulbekanntschaften auf. Neben allen praktischen Faktoren, die einem die globale Online-Community bietet, sollte man nicht vergessen, dass man sich mit seinem Online-Profil öffentlich macht. Um sich nicht vor Kunden, Vorgesetzten, Arbeitskollegen, Freunden, Eltern oder Kindern zu blamieren gilt es, einige Regeln zu beachten und immer zu bedenken, dass die eigenen Social Media-Aktivitäten möglicherweise mehr Leute sehen, als einem lieb ist. Die soziale Vernetzung soll Spass machen und einen Nutzen bringen. Damit es auch so bleibt, ist ein freundlicher und respektvoller Umgang miteinander unabdingbar. Mit den folgenden Verhaltensregeln sind Sie gut gerüstet für das soziale Leben im Internet:

Seien Sie ehrlich, stehen Sie zu Ihrem Namen

Egal wie viele Informationen Sie in Ihrem Profil angeben: seien Sie ehrlich. Benutzen Sie Ihren richtigen Namen und verzichten Sie auf Phantasienamen. Kein Mensch heisst «Zuckermaus» oder «Cyberhase». Desweiteren sollten Beiträge oder Fotos, zu denen Sie nicht mit Ihrem persönlichen Namen stehen können, besser unveröffentlicht bleiben. Und was die Job-Beschreibung angeht – egal ob online oder offline: Sich für jemand auszugeben, der man gar nicht ist, macht keine guten Eindruck. Im Gegenteil. Alleine Facebook schätzt, dass auf ihrer Plattform rund 100 Millionen Profile falsch oder Zweitaccounts sind. Das Unternehmen hat deshalb begonnen, Fake-Profile zu löschen.

Veröffentlichen Sie nur Fotos, die auch Ihre Mutter absegnen würde

Ein Ferienfoto vom Après-Ski, das Sie und Ihre beste Freundin oder Ihren besten Freund völlig betrunken tanzend auf dem Tisch zeigt, sollten Sie lieber für sich behalten. Denn Sie wissen nie, ob es irgenwann an einem anderen, nicht erwünschten Ort auftaucht. Bedenken Sie: Das Internet vergisst nichts! Überlegen Sie sich gut, welche Fotos Sie hochladen und ob Ihnen diese auch in zwei Jahren nicht peinlich sind. Auf Business-Netzwerkplattform wie XING oder LinkedIn sind Profilbilder aus den Ferien fehl am Platz. Veröffentlichen Sie ein Profil-Foto, das Sie auch bei einer Bewerbung einsetzen würden. Ein Bild auf dem Sie seriös, kompetent und sympathisch wirken.

Weniger ist mehr

Ihre Freunde mit langweiligen Statusbeiträgen und Eigenwerbung im Übermass einzudecken nervt. Man kann diese Einträge zwar ignorieren, doch insgeheim ärgern sie gewaltig. Miteinander vernetzt sein, heisst nicht, dass Sie jeden Tag etwas «twittern» müssen. Und Social Media bedeutet auch nicht Social Advertising.  Vermeiden Sie Banales oder täglich aktualisierte Standortangaben. Schreiben und posten Sie lieber sorgfältig und fragen Sie sich, ob eine  Information auch wirklich für die Allgemeinheit bestimmt ist. Sie interessiert es schliesslich auch nicht, dass der Mann ihrer Freundin gerade extrem müde ist.

Damit die Pinnwand nicht zum Fettnäpfchen wird

Persönliches sollte persönlich bleiben. Details über die Familie, Religion, Krankheiten und Sex gehören nicht ins Netz. Schreiben Sie generell Privates niemals auf die Pinnwand eines Freundes oder Familienmitglieds. Vergessen Sie nicht, dass dort deren Freunde mitlesen können und das sind nicht selten ein paar hundert Nutzer. Wählen Sie besser den diskreten und vertrauensvollen Weg mittels privater Nachricht.

Kritik

Negative Kommentare die nur den Adressaten betreffen, haben im Netz nichts zu suchen. Hier gilt die Regel: «Öffentlich loben, privat kritisieren.» Überlegen Sie sich, ob es wirklich Sinn macht, Personen, Firmen, Organisationen und Institutionen sofort im grossen Stil in Foren zu kritisieren. Vielleicht sind Sie mit Ihrer Meinung alleine und der grosse Entrüstungssturm bleibt aus. Gehen Sie mit Ihrer Kritik direkt auf den Adressaten zu und klären Sie Ihr Anliegen direkt.

Qualität vor Quantität

Sammeln Sie nicht wahllos virtuelle Freunde, sondern kontaktieren Sie Personen, die Sie auch im wirklichen Leben kennen. Bedenken Sie, dass Ihre Kontakte eine ganze Menge über Sie erfahren können. Es macht also Sinn, diese Mitglieder mit Bedacht auszuwählen. Misten Sie Ihre Freundesliste von Zeit zu Zeit aus. Eine Garderobe muss schliesslich auch ausgemistet werden. Überlegen Sie sich genau, was Ihnen die Verbindung bringt. Trennen Sie sich von Verbindungen, die ohnehin nur auf Social-Media-Plattformen existieren. Übrigens, der Verschmähte bekommt keine Nachricht, dass Sie ihm Ihre Liebe gekündigt haben. Auch nicht per SMS.

Lehnen Sie unerwünschte Kontaktanfragen ab

Ist Ihnen eine Person im richtigen Leben unsympathisch? Dann lehnen Sie die Einladung einfach ab. Menschen, die Sie niemals persönlich kennengelernt haben, dürfen Sie auch ablehnen. Wer aus Nettigkeit jede Anfrage annimmt, wird bald mit belanglosen Nachrichten überschwemmt und verschlechtert die Qualität des persönlichen Netzwerks.

Geschäftliches und Privates trennen

Entscheiden Sie sich, ob Sie das soziale Netzwerk privat oder geschäftlich nutzen wollen. Wenn Sie auf Facebook nur mit Ihren privaten Freunden kommunizieren wollen, dürfen Sie Freundschaftsanfragen von Geschäftspartnern und auch vom Chef ablehnen. Erklären Sie, dass Sie Facebook nur privat nutzen und greifen Sie für berufliche Kontakte auf andere Netzwerke, zum Beispiel auf XING oder auf LinkedIn zurück. Alternativ können Sie Ihre Facebook-Freunde in verschiedene Gruppen unterteilen. Diese Gruppen können dann unterschiedliche Inhalte sehen und gezielt mit Nachrichten versorgt werden.

Bewahren Sie beim Schreiben Stil und Etikette

Bevor Sie etwas in die digitale Aussenwelt versenden, sollten Sie es gründlich prüfen. Erst denken, dann schreiben, dann nochmals lesen und wirklich erst dann versenden. Soviel Zeit muss sein. Wenn Sie verärgert, frustriert oder emotional geladen sind, sollten Sie besser keine Mitteilungen versenden oder veröffentlichen. Besser: Schlafen Sie darüber.

Gross- und  Kleinschreibung

Viele Benutzer beachten die Gross- und Kleinschreibung nicht. Sie rechtfertigen es mit Zeitgründen. In Wirklichkeit stecken sie nur halbherzigen Aufwand in ihre Kommunikation mit Anderen und verlernen dabei erst noch die Rechtschreibung. Machen Sie es besser, machen Sie einen Unterschied und kommunizieren Sie mit Stil. Sie werden positiv im Gedächtnis bleiben.

Die Rechtschreibung

Auch das wird online gern vernachlässigt: Achten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung, besonders wenn Sie mit Personen kommunizieren, mit denen Sie geschäftlich in Kontakt sind oder die Sie nicht so gut kennen. Denn versenden Sie eine Nachricht mit vielen Tippfehlern, kann das schnell einen schlechten Eindruck hinterlassen. Überlegen Sie sich auch, ob Smileys angebracht sind. Im privaten Rahmen sind sie zwar in Ordnung, doch wenn Sie Social Media auch beruflich nutzen, sollten Sie die kleinen Symbole besser vermeiden.

Duzen oder Siezen?

Zugegeben, in Foren wird häufig geduzt, manchmal auch in sozialen Netzwerken. Doch wahren Sie auch online die korrekten Umgangsformen und beginnen Sie nicht, flüchtige Bekannte oder Geschäftskontakte zu duzen, wenn Sie dies nicht auch im realen Leben tun.

Auf Jobsuche

Soziale Netzwerke können Ihnen helfen einen Job zu finden. Sie können sich mit Menschen vernetzen, die Sie bei Ihrer Karriere unterstützen können. Bei falscher Handhabung hingegen, kann Social Media ein Jobangebot gefährden oder Ihnen sogar Ihren aktuellen Job kosten. Überlegen Sie sich, was passieren kann, wenn Ihr derzeitiger oder zukünftiger Arbeitgeber Ihre Fotos der letzten feucht-fröhlichen Party sieht. 

Cyber-Mobbing

Soziale Netzwerke haben leider auch ihre Schattenseite und Mobbing auf eine ganz neue Ebene gebracht. Personen werden bewusst aus Freundesgruppen ausgeschlossen oder ihre digitalen Pinnwände werden mit Beleidigungen bombardiert. Personen werden bewusst bloss gestellt oder es wird gezielt gegen sie intrigiert. Sogenannte «Cyberstalker»  legen bewusst unechte Profile an, in denen sie sich als eine reale oder fiktive andere Person ausgeben. In vollkommener Anonymität belästigen sie dann andere Personen über das soziale Netzwerk. Obwohl das schweizerische Recht keinen einzelnen Tatbestand kennt, wird Cybermobbing oder Mobbing unter Strafe gestellt. Je nach Sachverhalt (Belästigung, Drohung, verunglimpfende Handlung, Erpressung, Nötigung etc.) können sie als Straftatbestände erfasst und mit Geldstrafen oder mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Empfehlung für den Arbeitgeber

Wenn Sie die Verwendung von Social Networks im Unternehmen erlauben, sollten Sie eine sogenannte Social Media Weisung erstellen und die Mitarbeitenden mit dem Umgang entsprechend sensibilisieren. Die Social Media Weisung soll als Ergänzung zum Arbeitsvertrag von jedem Mitarbeiter unterschrieben werden.

Und zum Schluss: Gehen Sie offline

Schalten Sie den Computer aus und treffen Sie Freunde und Kontakte auch im wahren Leben, denn nur so bleiben echte Beziehungen auch wirklich erhalten!

Kontaktinfo

Monika Seeger

Name Monika Seeger
Position Dipl. Imageberaterin und Inhaberin 
Firma Imagenow GmbH
Adresse Hauptstrasse 64
CH-6315 Oberägeri
Telefon Tel. +41 (0)41 750 86 86
Online monika.seeger@imagenow.ch
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