Marketing, Management
Veröffentlicht vor 5 Jahre, 1 Monat

Einstellung beeinflusst Spass an der Arbeit

13 von 100 Mitarbeitenden sind hoch engagiert im Job.
Auch 2010 hat das renommierte Beratungsunternehmen Gallup unter Arbeitnehmer/innen in Telefonhaushalten in Deutschland den Engagement Index 2010 ermittelt. Dabei attestiert Gallup der grossen Mehrheit der Arbeitnehmer (66 Prozent) die lediglich eine geringe emotionale Bindung haben, eine „Dienst nach Vorschrift“ Einstellung. 13 Prozent der Beschäftigten   verfügen über eine hohe emotionale Bindung (ein plus von 2 Prozent gegenüber 2009) und sind bereit, sich freiwillig für ihren Arbeitgeber und dessen Ziele einzusetzen. Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt.

Die Null Bock Stimmung

Der Rückschluss liegt nahe, dass wir in ca. 80 Prozent der Fälle schon beim Betreten eines Geschäfts die „Dienst nach Vorschrift – Null Bock“ Kunden-Einstellung sprühen. Die Kauflust sinkt dann gerne auf dem Nullpunkt. 


Im vielen Bereich müssen wir uns das nicht gefallen lassen und können uns wehren. Betritt man ein Geschäft mit der Einstellung, eine kompetente und freundliche Bedienung zu erwarten, und das nicht der Fall ist, darf die höflich und bestimmte Frage gestellt werden: „Können Sie mir bitte einen freundlicheren und kompetenten Kollegen/Kollegin schicken?“.


Schliesslich will man ja zB. jetzt eine CD kaufen und nicht noch ein anders Geschäft aufsuchen, nur weil das Servicepersonal schlecht auf die Kunden eingestellt ist!


Trifft man auf einen der 13 Prozent Beschäftigten mit einer hohen emotionalen  Bindung zu den Produkten oder Firma, kann ein Verkauf zu einem Erlebnis werden. Die grosse Gefahr besteht für den Autor darin, mehr Geld auszugeben als ursprünglich geplant!


Wenn auf die Frage: „Mein Arbeitsumfeld ermöglicht es mir immer auf Kundenwünsche und Bedürfnisse einzugehen“ die Kollegen nur zu 10% zustimmen können, ist das schon bedenklich. Zumal die Ursachen für ein derartiges Verhalten bekannterweise die mangelnden Führungsqualitäten und geringe Wertschätzung der Mitarbeitenden ist. Das spiegelt sich auch in den Aussagen wieder, dass der Spass an der Arbeit sich bei Kollegen mit wenig bis keine Bindung zum Unternehmen, im Sinkflug befindet. 


Einstellung beginnt am Kopf und im Kopf

In vielen Unternehmen ignorieren Führungskräfte nach wie vor die zentralen Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitarbeiter teilweise oder völlig. Die Folge ist eine geringe Motivation der Arbeitnehmer. Die Null Bock Einstellung wird dadurch gefördert. 


Dieser  Fakt muss auch im direkten Zusammenhang mit der Einstellung der Führungsriege zu den Kollegen stehen. Egal welches Verhalten an den Tag gelegt wird oder welche Massnahmen zur Motivationsverbesserung auch immer geplant und durchgeführt werden, die Einstellung dazu beeinflusst das Ergebnis! 


Es ist so einfach Wertschätzung entgegenzubringen wenn ich meine Einstellung zu dem bertoffenen Menschen überprüfe,  neu justiere und anwende.
 Einem Kollegen zu vermitteln, dass er für das Unternehmen wichtig ist, sich die Vorgesetzten für seine Meinung oder gar Wohlbefinden interessieren,  bewirkt schon sehr viel. 


Kern aller Motivation ist es zwischenmenschliche Wertschätzung und Zuwendung oder Zuneigung zu geben! Ein Mensch braucht Anerkennung um zu überleben.  Es ist immer wieder erstaunlich, wie Menschen bei einem Impulstag „Einstellungen beeinflussen Ergebnisse“ eine neue EINSTELLUNG erarbeiten und damit dann ihre notwendigen Ergebnisse in konkreten Situationen und im aktuellen Wandel noch besser glücken.


Es steht ausser Zweifel, dass aufgestellte motivierte Mitarbeiter maximal produktiv sind. Diese Motivationskräfte sind es, die zur Stabilität des Unternehmens beitragen. Es sind die Mitarbeiter und Kollegen die spüren und erleben, wie Stärken und Kompetenzen eingesetzt werden d.h. letztlich die Arbeit Früchte tragen. 


Wertvorstellungen und ethisches Verhalten sind offensichtliche Erfolgsfaktoren, die Produkte und Dienstleistungen in einem für Kunden wahrnehmbaren Glanz erscheinen lassen.Anmerkung des Autors:Die von Gallup in Deutschland ermittelten Werte wären in der Schweiz anders. Ein Trend ist sicherlich erkennbar.

Fakten aus der Gallup Pressemitteilung Berlin, den 9. Februar

Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt

Beratungsunternehmen Gallup veröffentlicht Engagement Index 2010/2011

  • Befragung unter Arbeitnehmer/innen in Telefonhaushalten in Deutschland, die mindestens 18 Jahre alt waren.
  • Die Auswahl der Befragten erfolgte nach einem mehrstufigen Zufallsprinzip (zufällige Auswahl von Telefonnummern pro Bundesland und Ortsgröße,
  • zufällige Auswahl der Zielperson im Haushalt mittels Next-Birthday-Verfahren).
  • Die Befragung erfolgte mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI).
  • Die Feldzeit der Befragung lag zwischen dem 25. Oktober und 18. November 2010.
  • Insgesamt wurden 1.920 Arbeitnehmer/innen befragt.
  • Geringe Abweichungen der Soll-Struktur wurden durch die Gewichtung der Merkmale Geschlecht, Alter, Berufsstatus, Beschäftigungsart und Bundesland (Basis: Statistisches Bundesamt) ausgeglichen.
  • Die vorliegenden Ergebnisse sind repräsentativ für die Arbeitnehmerschaft in Deutschland ab 18 Jahre.
  • Nur jeder fünfte Arbeitnehmer (19%) erklärt, dass für gute Arbeit Lob und Anerkennung ausgesprochen wird (2001: 20%);
  • Eben so viele Beschäftigte (22%) bekunden, dass ihnen regelmäßiges Feedback über persönliche Fortschritte bei der Arbeit gegeben wird (2001: 21%); 
  • Lediglich ein Viertel der Mitarbeiter (25%) fühlt sich bei der Arbeit mit einbezogen, weil nach ihrer Meinung und ihren Ansichten gefragt wird (2001: 24%);
  • Nur ein Drittel der Befragten (34%) gab an, dass der Vorgesetzten für neue Vorschläge und Ideen offen ist (2007: 36%);
  • Lediglich drei von zehn Beschäftigten (31%) haben das Gefühl, dass bei der Arbeit das Interesse an ihnen als Mensch vorhanden ist (2001: 28%);
  • Nur 22 Prozent der Mitarbeiter geben an, dass es bei der Arbeit jemanden gibt, der Sie in Ihrer Entwicklung fördert (2001: 22%);
  • Nur jeder dritte Beschäftigte (32%) erklärte, dass er eine Position ausfüllt, die ihm wirklich hundertprozentig liegt (2001: 31%);
  • Drei von zehn Mitarbeiter (33%) gaben an, dass Ihr Vorgesetzter den Schwerpunkt auf die Stärken und positiven Eigenschaften legt (2004: 19%);
  • Gerade einmal jeder siebte Arbeitnehmer (14%) sagte, dass sein Vorgesetzter mit ihm ein gehaltvolles Gespräch über seine Stärken geführt hat (2007: 10%);
  • Nur jeder fünfte Beschäftigte (19%) bekundete, dass sein Vorgesetzter ihn dazu inspiriert hat, Dinge zu tun, die er sich zunächst nicht zugetraut hat (2008: 20%);

Zum Thema Einstellung
www.youtube.com/watch?v=645uv_x12CU

Kontaktinfo

Theo H. Koch

Name Theo H. Koch
Position Inhaber
Firma A&E Institut
Adresse CH-8274 Gottlieben
Telefon +41 (0)78 851 04 59
Online mentor@theokoch.net
www.theokoch.net
Newsletter

Newsletterabo

Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, das Abo zu kündigen.



Musterexemplar

Interaktives Muster

Musterexemplar