Finanzen
Veröffentlicht vor 11 Monate, 3 Wochen

Grüne Wirtschaft: mögliche Zukunft oder Utopie?

Soziale Verantwortung des Unternehmens, Umweltmanagement, Grüne Wirtschaft – diese Stichworte stehen für verschiedene Konzepte und Vorgehensweisen zur Konkretisierung des Begriffs Nachhaltige Entwicklung im Zusammenhang mit Aktivitäten des Menschen. Aber wo stehen wir heute, mehr als zwanzig Jahre nach der ersten Konferenz von Rio, die doch ein echtes Umdenken hätte bewirken sollen?

Zahlreiche Unternehmen sind in der Schweiz und anderswo in Bezug auf die Nachhaltige Entwicklung effektiv zur Tat geschritten. Immer mehr haben konkrete Verbesserungen in diese Richtung vorgenommen oder interessieren sich wenigstens näher dafür. Weshalb sind wir denn auf diesem Pfad der Tugend noch nicht weiter vorangekommen?

Haben die Schwierigkeiten mit den Kosten der Veränderung zu tun?

Gewisse Vorhaben zur Verbesserung können, besonders im technischen Bereich, tatsächlich manchmal beträchtliche Mehrkosten oder Investitionen zur Folge haben. Für die meisten Organisationen sind aber viele Handlungsmöglichkeiten durchaus tragbar. Es gibt sogar Lösungen, die einen nicht zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Nutzen oder Konkurrenzvorteile bieten.

Sind wir technologisch im Rückstand?

Die Innovationen der letzten Jahrzehnte sind beachtlich. In den meisten Bereichen besteht ein enormes Potenzial für die Anwendung sauberer und ressourcenschonender Technologien. Zahlreiche Anwendungen sind allerdings noch in der Entwicklungsphase oder stehen am Anfang ihrer Vermarktung. Aber wie bei jeder Innovation wird ihr Wachstum parallel zum Interesse erfolgen, das man ihnen entgegenbringt.

Besteht ein Informations- oder ein Kompetenzproblem?

Parallel zur technologischen Entwicklung haben sich mit der Schaffung neuer Berufe in den Bereichen Umwelt und sozialer Verantwortung auch die Kenntnisse in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Tausende Spezialisten brüten über der Entwicklung verschiedener Instrumente und Methoden, die zu einem guten Teil sowohl wirksam als auch einfach in der Anwendung sind. Und kaum ein Tag vergeht, ohne dass Artikel in den verschiedensten Medien und für unterschiedliche Zielgruppen erscheinen.

Wo drückt denn der Schuh?

Schaut man genauer hin, warum es nicht funktioniert, so zeigt sich oft – und das ist nicht nur in unserem Fall so –, dass in erster Linie der Faktor Mensch für Blockaden verantwortlich ist. Unternehmer zum Beispiel befürchten höhere Kosten und Konkurrenznachteile. Dazu kommt eine abschreckende Wirkung, wenn es darum geht, sich mit einer komplizierten und auch abstrakten Thematik zu befassen. Blockaden können auf allen hierarchischen Stufen vorkommen. Verschiedene Formen der Begleitung können hier helfen, sie abzubauen und eine dynamische Entwicklung für Verbesserungen in Gang zu bringen. Dazu gehören zum Beispiel eine Begleitung auf strategischer Ebene oder das Team-Coaching.

Alles beginnt bei der Unternehmensleitung

Die Hauptaufgabe der Unternehmensleitung besteht darin, das Unternehmen erfolgreich zu führen und gleichermassen dessen Rentabilität und dessen Weiterentwicklung zu sichern. Wenn es nun darum geht, die Weiterentwicklung mit dem Begriff „nachhaltig“ zu ergänzen, kann die Aufgabe schwierig werden und auch eigentlich Überzeugte entmutigen. Die Komplexität des Unternehmens und seines Umfelds macht es schwierig, die Herausforderungen klar zu formulieren, und das umso mehr, als sich das ökonomische Umfeld und die Märkte immer schneller und weniger vorhersehbar verändern.

Der Erfolg eines nachhaltigen Ansatzes liegt vor allem in seiner Integration ins Zentrum der Unternehmensstrategie. Viele Unternehmen haben bei ihrem Sprung in ein nachhaltiges Wirtschaften durch die Veränderung ihres Unternehmensmodells sogar einen grossen Gewinn erzielt. Sie profitieren gegenüber ihren Konkurrenten von einem klaren Vorteil, indem sie neue Werte schaffen und gleichzeitig ihre Kosten vermindern. Sie konnten auch eine Fähigkeit entwickeln, Veränderungen zu antizipieren, anstatt sie einfach zu erdulden. Eine solche Entwicklung bedingt aber ein umfassendes, klar strukturiertes und auch kreatives Nachdenken über die Herausforderungen, die möglichen Optionen oder auch über die Hindernisse und die Möglichkeiten sie zu überwinden. Dazu braucht es unbedingt eines: ein Minimum an Zeit für ein Maximum an Mehrwert.


Projektteams und ihre Rahmenbedingungen

Die Projektteams sehen sich konfrontiert mit der Bewältigung der kurz- und mittelfristigen operativen Arbeit, mit dem Festlegen der Prioritäten und mit der Einhaltung der auf höherer Ebene festgelegten Ziele, die sich hauptsächlich an der finanziellen Leistungsfähigkeit orientieren. Die Berücksichtigung von Kriterien oder Zielen nicht finanzieller Art führt zu (tatsächlichen oder nur scheinbaren) Widersprüchen, welche die Projektteams in eine ungemütliche Spagatsituation bringen. Sie brauchen deshalb einen gezielten Ansatz, nicht nur zur Lösung von Problemen und zur Behebung von Defiziten in den einzelnen Prozessen, sondern auch zur bestmöglichen Verwendung der vorhandenen Kräfte und Fähigkeiten – eine Quelle des Fortschritts, die häufig unterschätzt wird!

Die Mitarbeitenden

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten alle zusammen einen wesentlichen Beitrag. Schliesslich sind sie es, welche die weiter oben in der Hierarchie gefassten Entscheide in die Praxis umsetzen. Sie können aber auch ein Ausgangspunkt von Veränderung sein, indem sie ihre Erfahrung und ihre Kenntnisse in den Dienst des Fortschritts stellen. Ihre Motivation kann ein echter Motor für den Erfolg sein. Diese wertvollen Ressourcen schaffen und stärken bedingt eine gute Sensibilisierung und parallel dazu eine sorgfältig durchgeführte Aktivierung, beides Bedingungen für einen Beitrag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Erfolg eines Prozesses in Richtung Nachhaltigkeit.

Um bei der Umsetzung seiner Vision voranzukommen und ein echter Akteur in der nachhaltigen Wirtschaft zu werden, kann ein Unternehmen die Option einer Begleitung wählen, durch die es die Handlungsfelder auf der einen oder anderen Ebene festlegen und anschliessend einen Prozess einleiten kann, der dank einem kohärenten und bedürfnisorientierten Vorgehen zum Erfolg führt.


Die Begleitung will eine Einzelperson oder eine Gruppe auf ihrem beruflichen oder persönlichen Weg in Richtung mehr Autonomie in einem dynamischen Umfeld der Veränderung unterstützen. Es geht dabei um klar zielorientierte und strukturierte Gespräche, durch welche die Beteiligten ihr Potenzial entwickeln, ihr Leistungsniveau erhöhen und handlungsfähig werden können. Mit einer solchen Begleitung können Lösungen gefunden werden, die am besten an die Besonderheiten der jeweiligen Situation angepasst sind. Im Unternehmen zielt die Begleitung auf die Weiterentwicklung von Kompetenzen, Know-how und Effizienz. Die Methoden und Techniken der Begleitung bieten auch eine wertvolle Hilfe, um die Hindernisse gegenüber der Veränderung besser zu verstehen und abzubauen.

Kontaktinfo

Anne-Christine Chappot


Name Anne-Christine Chappot
Position

Assozierte Partnerin
sanu future learning AG
Ingenieurin ETS / HES in Chemie 

Firma sanu future learning ag
Adresse

Dufourstrasse 18
CH-2500 Biel

Telefon
+41 (0) 32 322 14 33
Online sanu@sanu.ch
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