Marketing
Veröffentlicht vor 1 Jahr, 6 Monate

Innovation und Emotion – Augmented Reality im B2B

Kaufentscheidungen fallen leichter, wenn der Interessent ein Produkt vorher ausgiebig testen kann. Das gilt auch im B2B-Umfeld. Ist das nicht ohne weiteres möglich, kann Augmented Reality eine wertvolle Hilfe sein.

Zusammenspiel von Information und Emotion

Um die eigenen Produkte erfolgreich zu vermarkten, genügt beispielsweise eine nüchterne Ansprache über Datenblätter oder Funktionsbeschreibungen nicht mehr. Diese Kommunikation mit Zahlen und Fakten zeichnet sich durch einen Mangel an Emotionalität aus. Wie im Endkundengeschäft resultieren aber auch im B2B-Umfeld Kaufentscheidungen immer öfter aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Information und Emotion. Im B2C setzt man dazu etwa auf Tryvertising: der Interessent soll durch das konkrete Erfahren, Angreifen und Ausprobieren einer Produktprobe überzeugt werden. Im Geschäftskundenumfeld sind die Möglichkeiten aber begrenzt. Unternehmen beeindrucken auf Messen zwar gerne mit ihren realen Produkten: Riesige Heizungsanlagen, Turbinen, Spezialfahrzeuge oder auch Werkzeugmaschinen werden auf das Ausstellungsgelände verfrachtet, um sie dort den Entscheidern zu präsentieren. Doch wie lassen sich die Funktionsweisen und Vorzüge solch komplexer Hochtechnologie-Produkte auf einer Messe noch effektvoll vorführen, selber testen oder sinnvoll erklären? Augmented Reality (AR), eingebettet in die Produkt-Präsentation, macht auch diese Exponate persönlich erlebbar, sorgt für Involvement und unterstützt so die Kaufentscheidung. AR verknüpft das konkrete Sehen, Berühren und Erfahren eines Produkts mit vielfältigen virtuellen Informations- und Interaktionsangeboten. Durch diese Möglichkeit, selbst sehr komplexe Produkte „eigenhändig“ ausprobieren zu können, wächst das Vertrauen in die Produkte des Herstellers.

Produktpräsentation digital unterstützen

Augmented Reality heißt so viel wie „erweiterte Wirklichkeit“. Übertragen auf die Produkt-Präsentation heißt das, dass AR die optischen und haptischen Informationen, die der Kunden über das physische Produkt erhält, die aber noch nicht genügen, um ihn nachhaltig zu begeistern, durch eine digitale Ebene erweitert. Diese Ebene erschließt sich über eine spezielle AR-App auf einem Smartphone oder Tablet. Nach dem Start der App sieht der Betrachter auf dem Bildschirm ein Kamerabild des realen Produkts, etwa eines Exponats auf einer Messe. Auf der digitalen Ebene lassen sich dann beispielsweise zu einzelnen Bauteilen eines Produkts Detailinformationen einblenden, die Bauteile in der Ansicht vergrößert betrachten oder per Einbindung von Animationen verschiedene Perspektiven darstellen. Darüber hinaus lässt sich der Nutzungskontext eines Produktes auf der digitalen Ebene abbilden: Eine freistehende Pumpe wird dann über das mobile Endgerät in eine virtuelle Maschinenstraße eingebettet und im Betrieb gezeigt. So lassen sich auch Geschichten erzählen, die den Kunden faszinieren. Oder es können mit einer Art Röntgenblick die verbauten, und unter der Außenhülle verborgenen Komponenten einer Anlage oder eines Fahrzeugs sichtbar gemacht werden, die für die Funktion und den Mehrwert wesentlich sind.

(Abb 1) Kunde und Berater können sich direkt vor Ort nützliche Zusatzinformationen mobil auf einem Tablet anzeigen lassen.

Technik – Optische Marker für digitale Inhalte

Damit das mobile Endgerät den Abstand und die Perspektive zum Exponat ermitteln und die Inhalte der digitalen Ebene passgenau darüber blenden kann, stehen unterschiedliche Techniken zur Verfügung: Etwa das Marker-Tracking. Hier wird ein Marker auf dem Produkt angebracht, der so gestaltet ist, dass er aus jedem Blickwinkel unterschiedlich erscheint und gut von der Smartphone-Kamera erfasst werden kann. Hierfür lässt sich beispielsweise auch das Firmenlogo auf der Standfläche des Produkts speziell anpassen. Die Software erkennt diesen Marker und errechnet aus seiner momentanen Darstellung den Abstand des Betrachters sowie die genaue Ausrichtung des mobilen Endgerätes. Eine weitere Möglichkeit stellt die trackerlose AR mittels Gyroskop-Abfrage dar. Dabei ermittelt die App die Neigung des Geräts im Vergleich zu einer vorher definierten Ausgangslage.

Vielfältig anwendbar in der B2B-Kommunikation

AR kann in einem Kundengespräch helfen, die technischen Informationen und die komplexen Zusammenhänge einfach und anschaulich zu visualisieren (Abb. 2). Sie kann aber noch mehr: Eine gut konzipierte Produktpräsentation mittels AR schafft echte Interaktion und damit Involvement. Via Smartphone und Tablet werden aus passiven Zuschauern oder Zuhörern aktiv Beteiligte, die die Präsentation mitgestalten. Beispielsweise lassen sich in einer Präsentation zu den Elementen einer Produktionsstraße auch kundenspezifische Informationen, etwa Angaben zum individuellen Energieverbrauch, über einen Konfigurator erfassen, live verarbeiten und via AR einblenden – mit dem Ergebnis, dass die Relevanz des Präsentierten für den Kunden enorm zunimmt. Produktpräsentationen mit AR fokussieren nicht das ganze Leistungsspektrum, sondern das einzelne Produkt. Ob nun selbsterklärend oder moderiert, für Einzel- oder Gruppenpräsentationen, lässt sich diese Präsentationsform daher hervorragend in eine größer Inszenierung von Präsentationsinhalten einbinden: etwa bei Messeständen, in Showrooms, Unternehmensmuseen, aber auch unterwegs auf Road Shows.


(Abb 2) Kunde und Berater können sich direkt vor Ort nützliche Zusatzinformationen zurFunktionsweise einblenden lassen, oder das sinnvollste Prozessdesign besprechen.

Kontaktinfo

Alexander Stendel

Name Alexander Stendel
Position Geschäftsführer
Firma Saatchi & Saatchi Pro
Adresse Elbestrasse 28/29
D-12045 Berlin
Telefon +49 (0)30 611 086 0
Online info@zweimaleins.de
www.zweimaleins.de
.

Saatchi & Saatchi Pro

Newsletter

Newsletterabo

Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, das Abo zu kündigen.



Musterexemplar

Interaktives Muster

Musterexemplar