Human Resource
Veröffentlicht vor 5 Jahre, 6 Monate

Vorsorge für den Angestellten als Vorsorge für das Unternehmen

Die Altersstruktur unserer Gesellschaft zeigt es ganz deutlich: Wir werden älter! Dies ist ein wichtiger Aspekt für Unternehmen und ihre Geschäftsleitung wie auch für Pensionskassen – vor allem im Hinblick auf die Altersvorsorge der Mitarbeitenden.

Das Leben mit 65 Jahren

Man hört es oft: „Wer als Unternehmer nicht vorsorgt, hat bald ausgesorgt!“ In unserer heutigen Gesellschaft spielt die Vorsorge auf dem Arbeitsmarkt eine immer wichtigere Rolle. Momentan wissen die meisten Arbeitnehmer noch nicht wirklich, was sie an ihrem 65. Geburtstag machen werden und wie sie sich diese Zeit vorstellen sollen. Dabei gibt es einige interessante Einsichten: 

1. 65-Jährige sind noch lange nicht alt!

Es ist durchaus keine Ausnahme, dass die über 65-Jährigen noch während zehn bis fünfzehn Jahren sehr aktiv sind. Senioren reisen oft mehr, sie treiben regelmässig Sport, sammeln Erfahrungen mit dem PC und Internet und kümmern sich um Dinge, für die sie während ihres Berufslebens nie Zeit hatten. 

2. Mit 65 ist die Karriere noch lange nicht zu Ende!

Früher galt in Unternehmen der Leitsatz: Die Jungen lernen von den Älteren. Heute gilt oftmals: Man kann auch von den Jungen lernen. Manche Grossmutter lässt sich heute von ihren Enkeln zeigen, wie man eine SMS verschickt oder ein Urlaubshotel über das Internet bucht. Auch ältere Menschen haben noch eine hohe Lernbereitschaft und zeigen dies nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch am Arbeitsplatz. Auch sie können die Karriereleiter noch weiter erklimmen.

3. Mit 65 ist man künftig gefragter denn je!

Die höhere Lebenserwartung der Menschen stellt gesellschaftliche Modelle in Frage. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Arbeitnehmenden ihren  höchsten Wert erreichen und danach wieder rasch abnehmen. Dies bedeutet, dass die noch vorhandenen Arbeitskräfte gefragter sind als jemals zuvor, gerade auch die älteren, die sehr viel Erfahrung mit sich bringen. 

Arbeitswillige Schweizer

Die Interessen der Arbeitnehmer und -geber kommen hier glücklicherweise zum Einklang, denn mehr als die Hälfte der Schweizer sind laut Umfragen dazu bereit, über ihr 65. Lebensjahr hinaus zu arbeiten, wenn ihr Arbeitsgeber sie darum bitten würde. Daher werden immer mehr bis etwa zum 70. Lebensjahr im Erwerbsleben tätig sein und sich in mehreren Etappen pensionieren lassen. Dies fordert spezielle Pensionierungslösungen, die erst noch im Speziellen geregelt werden müssen.

Flexible Pensionskassenlösungen

Da viele heute noch nicht sagen können, wann sie sich aus dem Erwerbsleben zurückziehen, muss die Vorsorgeplanung so gestaltet sein, dass sie sich problemlos an veränderte Umstände anpassen lässt. Für Arbeitgeber und Pensionskassenvorstände bedeutet dies, dass sie darauf achten müssen, dass die Reglements der Pensionskassen eine rollende Planung erlauben und flexibel sind.
Fortschrittliche Unternehmer sollten die Vorsorge daher gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden besprechen. Sie dürften sich damit auf dem Arbeitsmarkt einen nicht unwesentlichen Vorteil schaffen, denn bei einem Chef, der auch im Interesse der Arbeitsnehmer vordenkt, ist man eher bereit, länger zu bleiben.

  

 Redaktion interview

Newsletter

Newsletterabo

Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, das Abo zu kündigen.



Musterexemplar

Interaktives Muster

Musterexemplar