Human Resource, Weiterbildung
Veröffentlicht vor 5 Jahre, 8 Monate

Werden Sie zum Menschenkenner

Es ist nicht neu, dass gute Menschenkenntnis im täglichen Alltag hilfreich sein kann. Menschenkenntnis unterstützt mich in meinem privaten Umfeld oder aber auch bei meiner Arbeit. Sie hilft mir in meiner Funktion als Führungskraft, in meiner Rolle als Kundenberater oder ganz generell in der Teamarbeit. Und Menschenkenntnis kann erlernt werden.

Menschenkenntnis heisst die Fähigkeit zu besitzen, die Verhaltensweisen meiner Mitmenschen einschätzen und verstehen zu können, um dann zu wissen, wie ich auf jeden Einzelnen zugehen muss. Menschenkenntnis resultiert einerseits aus Erfahrungen, die man im Umgang mit vielen unterschiedlichen Menschen gesammelt hat. Andererseits kann Menschenkenntnis auch erlernt werden. Typologisierungen können hier wertvolle Dienste leisten. Sie nehmen uns zwar die Arbeit des Kennenlernens nicht ab, können uns aber als eine Art Wegweiser dienen.

Bereits im Altertum versuchte man, Menschen bestimmten Typen zuzuordnen und hat sie zum Beispiel in die vier Temperamente eingeteilt. Da gibt es den aktiven Sanguiniker, den reizbaren Choleriker, den nachdenklichen Melancholiker und den passiven Phlegmatiker. Dabei handelt es sich um eine grobe Einteilung menschlicher Persönlichkeiten. Im Laufe der Zeit wurden diese Typologisierungen immer mehr verfeinert. Heute gibt es auf dem Markt mehrere solcher Instrumente.

Ein sehr nützliches und praktisches Modell stellt die Typologie nach INSIGHTS MDI® dar. Die Grundlagen bilden die wissenschaftlichen Arbeiten von Carl Gustav Jung, William M. Marston und Eduard Spanger. Als Kriterien für die Einteilung gelten auf der einen Achse Introversion und Extraversion, und auf der anderen Achse Denken (Kopf) und Fühlen (Bauch). So ergibt sich ein Portfolio mit vier Typen, welche der Einfachheit halber mit den vier Farben Rot, Gelb, Grün und Blau belegt werden. Wichtig zu erwähnen ist, dass es keine reinen Typen gibt. Jeder Mensch vereint in sich Eigenschaften aller Farben, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung.

So zeigen sich die Farben Rot / Gelb / Grün / Blau:

Die Rotkomponente

fordernd, entschlossen, willensstark, zielgerichtet, direkt, risikofreudig, kämpferisch, machtbewusst, liebt den Wettbewerb, ergebnisorientiert Kehrseite der Medaille: kann dominant, egoistisch, überfahrend und undiplomatisch wirken

Die Gelbkomponente

enthusiastisch, offen, redegewandt, charmant, gesellig, überschwänglich, schlagfertig, inspirierend, steht gerne im Mittelpunkt, emotional Kehrseite der Medaille: kann oberflächlich und sprunghaft wirken

Die Grünkomponente

vertrauensvoll, geduldig, hilfsbereit, stetig, gewohnheitsorientiert, verständnisvoll, bedächtig, freundlich, sicherheitsbewusst Kehrseite der Medaille: kann unflexibel und konfliktscheu wirken

Die Blaukomponente

präzise, besonnen, hinterfragend, formal, systematisch, methodisch, analytisch, anspruchsvoll, perfektionistisch, gewissenhaft, zurückhaltend Kehrseite der Medaille: kann kühl und pingelig wirken

So finden Sie den Draht zu Rot / Gelb / Grün / Blau:

Im Kontakt mit einer „roten“ Person

Im Kontakt mit einer „gelben“ Person

  • Treten Sie selbstbewusst auf und zeigen Sie, wer Sie sind.
  • Kommen Sie auf den Punkt und vergeuden Sie keine Zeit mit Floskeln oder Smalltalk.
  • Lassen Sie sich nicht provozieren.
  • Rot ist nicht nachtragend und sieht Auseinandersetzungen eher als sportliche Wettkämpfe.
  • Seien Sie gesellig und unterhaltsam.
  • Lassen sie sich auf Smalltalk ein und seien Sie ein „gutes Publikum“.
  • Seien Sie flexibel und akzeptieren Sie seine/ihre Sprunghaftigkeit.
  • Kritisieren Sie Gelb humorvoll, mit einem Augenzwinkern.
  • Mit Gelb werden Sie eher selten offene Konflikte haben, da Gelb aufgrund der angeborenen Diplomatie und der Fähigkeit, andere für sich einzunehmen, selten Probleme mit Mitmenschen hat.

Im Kontakt mit einer „grünen“ Person

  • Grün braucht Zeit, Sie kennen zu lernen, und die Überzeugung, dass Sie es ehrlich meinen.
  • Zeigen Sie aufrichtiges Interesse an der Person, ihren Überzeugungen und Werten.
  • Hören Sie aufmerksam zu, wenn Grün die Bedürfnisse schildert, und versuchen Sie genau zu verstehen, worum es Grün geht.
  • Gehen Sie behutsam mit Kritik um. Sagen Sie immer zuerst, was Sie positiv finden.
  • Versuchen Sie bei Konflikten, diese zuerst auf der persönlichen Ebene zu bereinigen. Erst wenn Sie wieder in einem guten persönlichen Kontakt sind, können Sie Sachfragen regeln.

Im Kontakt mit einer „blauen“ Person

  • Treten Sie Blau nicht zu nahe, wahren Sie erst einmal Abstand. Lassen Sie Blau und sich Zeit mit dem Warmwerden.
  • Verschwenden Sie keine Zeit mit persönlichen Gesprächen und Smalltalk, sondern konzentrieren Sie sich auf das Sachthema.
  • Liefern Sie detaillierte Informationen.
  • In Konflikte geraten Sie möglicherweise, wenn Sie Blau zu wenig Informationen bieten oder zu schnellen Entscheidungen drängen. Dann wird Blau unangenehm und von Ihnen endlos Details wissen wollen. Gegensteuern können Sie am besten, indem Sie Blau Zeit lassen und gemeinsam erarbeiten, welche Informationen Priorität haben.

Speziell in der Teamarbeit kann mit einem Instrument wie INSIGHTS MDI® das Verständnis für unterschiedliche Präferenzen und Neigungen der Teammitglieder gefördert werden. Man schafft Transparenz über die Zusammensetzung und effektive Kooperation im Team. Im Rahmen eines Teamcoachings ergibt sich dadurch die Möglichkeit, sich mit folgenden Fragen auseinander zu setzen: Weshalb reagieren die einzelnen Teammitglieder in gleichen Situation teilweise so unterschiedlich? Welche Typen sind in unserem Team vertreten? Welches sind ihre Charaktereigenschaften? Wie ist unsere Teamkonstellation?

Auch in der Führung ist es sinnvoll, sich über das „Strickmuster“ der einzelnen Mitarbeiter Gedanken zu machen. Rot/ Gelb/Grün/Blau hilft bei der Entwicklung eines gleichermassen situations- wie personengerechten Führungsstils. Effektivität und Effizienz des Führungsverhaltens werden so nachhaltig gesteigert.

Rot/Gelb/Grün/Blau lässt sich aber auch im Verkauf einsetzen, im Umgang mit den Kunden. Mit so einem Instrument können Sie die entscheidenden Erfolgsfaktoren im Verkauf bestimmen: Die Persönlichkeit des Kunden, die Persönlichkeit des Verkäufers und die Beziehung zwischen Käufer und Verkäufer. So wird der Kundenberater zum Beziehungsmanager und kann seine Verkaufsstrategien gezielt auf die Bedürfnisse seiner Kunden abstimmen.

 

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Werden Sie zum Menschenkenner

Es ist nicht neu, dass gute Menschenkenntnis im täglichen Alltag hilfreich sein kann. Menschenkenntnis unterstützt mich in meinem privaten Umfeld oder aber auch bei meiner Arbeit. Sie hilft mir in meiner Funktion als Führungskraft, in meiner Rolle als Kundenberater oder ganz generell in der Teamarbeit. Und Menschenkenntnis kann erlernt werden.

Menschenkenntnis heisst die Fähigkeit zu besitzen, die Verhaltensweisen meiner Mitmenschen einschätzen und verstehen zu können, um dann zu wissen, wie ich auf jeden Einzelnen zugehen muss. Menschenkenntnis resultiert einerseits aus Erfahrungen, die man im Umgang mit vielen unterschiedlichen Menschen gesammelt hat. Andererseits kann Menschenkenntnis auch erlernt werden. Typologisierungen können hier wertvolle Dienste leisten. Sie nehmen uns zwar die Arbeit des Kennenlernens nicht ab, können uns aber als eine Art Wegweiser dienen.

Bereits im Altertum versuchte man, Menschen bestimmten Typen zuzuordnen und hat sie zum Beispiel in die vier Temperamente eingeteilt. Da gibt es den aktiven Sanguiniker, den reizbaren Choleriker, den nachdenklichen Melancholiker und den passiven Phlegmatiker. Dabei handelt es sich um eine grobe Einteilung menschlicher Persönlichkeiten. Im Laufe der Zeit wurden diese Typologisierungen immer mehr verfeinert. Heute gibt es auf dem Markt mehrere solcher Instrumente.

Ein sehr nützliches und praktisches Modell stellt die Typologie nach INSIGHTS MDI® dar. Die Grundlagen bilden die wissenschaftlichen Arbeiten von Carl Gustav Jung, William M. Marston und Eduard Spanger. Als Kriterien für die Einteilung gelten auf der einen Achse Introversion und Extraversion, und auf der anderen Achse Denken (Kopf) und Fühlen (Bauch). So ergibt sich ein Portfolio mit vier Typen, welche der Einfachheit halber mit den vier Farben Rot, Gelb, Grün und Blau belegt werden. Wichtig zu erwähnen ist, dass es keine reinen Typen gibt. Jeder Mensch vereint in sich Eigenschaften aller Farben, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung.

 

So zeigen sich die Farben Rot / Gelb / Grün / Blau:

Die Rotkomponente

fordernd, entschlossen, willensstark, zielgerichtet, direkt, risikofreudig, kämpferisch, machtbewusst, liebt den Wettbewerb, ergebnisorientiert Kehrseite der Medaille: kann dominant, egoistisch, überfahrend und undiplomatisch wirken

Die Gelbkomponente

enthusiastisch, offen, redegewandt, charmant, gesellig, überschwänglich, schlagfertig, inspirierend, steht gerne im Mittelpunkt, emotional Kehrseite der Medaille: kann oberflächlich und sprunghaft wirken

Die Grünkomponente

vertrauensvoll, geduldig, hilfsbereit, stetig, gewohnheitsorientiert, verständnisvoll, bedächtig, freundlich, sicherheitsbewusst Kehrseite der Medaille: kann unflexibel und konfliktscheu wirken

Die Blaukomponente

präzise, besonnen, hinterfragend, formal, systematisch, methodisch, analytisch, anspruchsvoll, perfektionistisch, gewissenhaft, zurückhaltend Kehrseite der Medaille: kann kühl und pingelig wirken

So finden Sie den Draht zu Rot / Gelb / Grün / Blau:

Im Kontakt mit einer „roten“ Person

Im Kontakt mit einer „gelben“ Person

  • Treten Sie selbstbewusst auf und zeigen Sie, wer Sie sind.
  • Kommen Sie auf den Punkt und vergeuden Sie keine Zeit mit Floskeln oder Smalltalk.
  • Lassen Sie sich nicht provozieren.
  • Rot ist nicht nachtragend und sieht Auseinandersetzungen eher als sportliche Wettkämpfe.
  • Seien Sie gesellig und unterhaltsam.
  • Lassen sie sich auf Smalltalk ein und seien Sie ein „gutes Publikum“.
  • Seien Sie flexibel und akzeptieren Sie seine/ihre Sprunghaftigkeit.
  • Kritisieren Sie Gelb humorvoll, mit einem Augenzwinkern.
  • Mit Gelb werden Sie eher selten offene Konflikte haben, da Gelb aufgrund der angeborenen Diplomatie und der Fähigkeit, andere für sich einzunehmen, selten Probleme mit Mitmenschen hat.

Im Kontakt mit einer „grünen“ Person

  • Grün braucht Zeit, Sie kennen zu lernen, und die Überzeugung, dass Sie es ehrlich meinen.
  • Zeigen Sie aufrichtiges Interesse an der Person, ihren Überzeugungen und Werten.
  • Hören Sie aufmerksam zu, wenn Grün die Bedürfnisse schildert, und versuchen Sie genau zu verstehen, worum es Grün geht.
  • Gehen Sie behutsam mit Kritik um. Sagen Sie immer zuerst, was Sie positiv finden.
  • Versuchen Sie bei Konflikten, diese zuerst auf der persönlichen Ebene zu bereinigen. Erst wenn Sie wieder in einem guten persönlichen Kontakt sind, können Sie Sachfragen regeln.

Im Kontakt mit einer „blauen“ Person

  • Treten Sie Blau nicht zu nahe, wahren Sie erst einmal Abstand. Lassen Sie Blau und sich Zeit mit dem Warmwerden.
  • Verschwenden Sie keine Zeit mit persönlichen Gesprächen und Smalltalk, sondern konzentrieren Sie sich auf das Sachthema.
  • Liefern Sie detaillierte Informationen.
  • In Konflikte geraten Sie möglicherweise, wenn Sie Blau zu wenig Informationen bieten oder zu schnellen Entscheidungen drängen. Dann wird Blau unangenehm und von Ihnen endlos Details wissen wollen. Gegensteuern können Sie am besten, indem Sie Blau Zeit lassen und gemeinsam erarbeiten, welche Informationen Priorität haben.

Speziell in der Teamarbeit kann mit einem Instrument wie INSIGHTS MDI® das Verständnis für unterschiedliche Präferenzen und Neigungen der Teammitglieder gefördert werden. Man schafft Transparenz über die Zusammensetzung und effektive Kooperation im Team. Im Rahmen eines Teamcoachings ergibt sich dadurch die Möglichkeit, sich mit folgenden Fragen auseinander zu setzen: Weshalb reagieren die einzelnen Teammitglieder in gleichen Situation teilweise so unterschiedlich? Welche Typen sind in unserem Team vertreten? Welches sind ihre Charaktereigenschaften? Wie ist unsere Teamkonstellation?

Auch in der Führung ist es sinnvoll, sich über das „Strickmuster“ der einzelnen Mitarbeiter Gedanken zu machen. Rot/ Gelb/Grün/Blau hilft bei der Entwicklung eines gleichermassen situations- wie personengerechten Führungsstils. Effektivität und Effizienz des Führungsverhaltens werden so nachhaltig gesteigert.